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Treibball

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Treibball

Bälle als „Ersatzschafe“ – warum?

Treib- und insbesondere Hütehunde wie z.B. der Border Collie werden aufgrund ihres ansprechenden Äußeren, ihrer Gelehrigkeit und ihrer viel zitierten „Leichtführigkeit“ heutzutage als Freizeitpartner und Familienhund immer beliebter. Doch diese Hunde sind u.a. deswegen kör-perlich und geistig so flexibel, weil sie Jahrtausende als reine Arbeitshunde gezüchtet wurden – demzufolge sind sie in einer Funktion als reiner Familien- und Freizeithund schlichtweg unterfordert. Sie verbringen die meiste Zeit – den Arbeitstag des Menschen – in einer für sie unnatürlichen Arbeitslosigkeit; kommt der Mensch dann nach Hause, so erwartet ihn ein ausgeruhter und hoch motivierter Hund, der nur darauf gewartet hat, endlich das tun zu dürfen, wozu er (von uns Menschen) ganz gezielt gezüchtet wurde.

Treibball ist deswegen eine sehr sinnvolle Beschäftigung, weil hierbei nicht nur die körperliche Komponente, sondern v.a. auch die geistigen Voraussetzungen des Hundes berücksichtigt und auf eine natürliche  Art und Weise gefördert werden. Der Mensch spielt dabei den Part des Schäfers, der die Richtungen anzeigt, einweist, stoppt oder antreibt – der Hund erfährt auf diese Weise, dass es Sinn und Spaß macht, mit seinem Menschen zu kooperieren und sich an ihm zu orientieren; Kommunikation spielt auch hier eine wichtige Rolle.