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Gesellschaft für

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Instinkte/Natur
Jagd-
instinkt
sozialer
Rudel-
instinkt
Territorial-
instinkt
Sexual-
instinkt

Nahrung suchen =

jagen =

Überleben sichern

gemeinsam in Sicherheit leben, er-folgreich jagen und Welpen aufzie-hen, erziehen

die Voraussetzung für Nahrungs-ressourcen, Fortpflanzung und ein sicheres Familienleben: ein eige-nes Revier besitzen und es effek-tiv schützen

die eigenen Gene er-folgreich weitergeben

Instinktkreis

Jagdinstinkt: Entgegen der landläufigen Meinung, nur noch Jagdhunde besäßen ihn bzw. man habe ihn mittlerweile „weg“gezüchtet, muss klipp und klar gesagt werden: Jeder Hund - ob groß oder klein, ob wir es wünschen oder nicht - besitzt ihn, und jeder Hund ist wesentlich ein Jagdhund; gerade auch Hütehunde sind spezialisierte Jäger. Die gesamte Anatomie des Hundes, sein Körperbau und seine Sinnesorgane sind die eines Jägers. Hunde sind Bewegungsjäger, die insbesondere auf sich bewegende Beuteobjekte mit Jagdverhalten reagieren – sie sind jedoch keine „Lauftiere“, die allein um der Bewegung willen oder gar aus sportlichen Motiven laufen - Pokale und Auszeichnungen sind ihnen egal. Wenn Hunde sich in Bewegung setzen, so haben sie immer einen guten Grund dafür – und dieser liegt in ihrer Natur.

 

sozialer Rudelinstinkt: Er ist der bei Menschen am beliebteste Instinkt, da er den Hund zu einem sozialen und hoch kommunikativen Lebewesen macht und ihn so in hohem Ausmaß zum Zusammenleben mit den Menschen befähigt - leider gleichzeitig auch sein Fluch, denn allzu oft wird der Hund auf diesen einen Instinkt reduziert und somit zu einem für jedermann jederzeit verfügbaren Streichelobjekt gemacht. Doch der soziale Rudelinstinkt umfasst mehr als nur Streicheleinheiten: Er ist die angeborene Voraussetzung für die gemeinsame Aufzucht und Erziehung der Welpen, für einen effektiven kommunikativen Austausch der einzelnen Rudelmitglieder, für das Erlernen ganz spezieller Jagdtechniken und für das Lernen von Sozialverhalten innerhalb der Rudelhierarchie. Soziale Ordnung und Organisation ermöglichen eine koordinierte und effektive Zusammenarbeit bei der gemeinsamen Jagd und regeln das Zusammenleben. Die soziale Hierarchie vermittelt Orientierung, Halt und Sicherheit; ihr Sinn besteht nicht darin, Hunde zu unterdrücken oder ihnen Dinge abzuverlangen, die sie nicht verstehen können. Darüber hinaus brauchen Hunde für sie vorgesehene Aufgaben, die sie nicht nur körperlich, sondern auch geistig auslasten und wodurch sie ihren Beitrag zum effektiven Zusammenleben des Rudels leisten und sich soziale Anerkennung verschaffen können; erzwungene „Arbeitslosigkeit“ ergibt für Hunde keinen Sinn, verschlechtert ihre Lebensqualität und lässt sie letztendlich sozial vereinsamen.

 

Territorialinstinkt: Ein eigenes Revier ist für Hunde die Voraussetzung, genügend Beutetiere bzw. Nahrungsressourcen zur Verfügung und eine Sicherheitszone für die Aufzucht ihrer Nachkommen zu haben. Es ist also ein für das gesamte Rudel (über)lebenswichtiges, durch Markieren gekennzeichnetes Gebiet, in welchem Rudelfremde prinzipiell unerwünscht sind und daher auch nicht geduldet werden können, denn: Was oder wem nützt ein eigenes Gebiet, das nicht wirksam geschützt und verteidigt werden darf? In der Natur ist es Aufgabe des ranghöchsten Paares und insbesondere die des Rüden, die territorialen Grenzen zu kontrollieren und für den Schutz, das Wohlergehen der eigenen Familie zu sorgen. Es liegt nicht in seinem Interesse und er freut sich nicht darüber, Rudelfremde dort anzutreffen, und ebenso wenig will er mit diesen spielen. In unserer Gesellschaft müssen Hunde in einem für sie weitgehend unnatürlichen Umfeld leben, wo man sie  - beim „Gassi“gehen - ein Territorium zwar regelmäßig markieren und somit Besitz anzeigen, sie es dann aber nicht konsequent verteidigen lässt; das können Hunde nicht verstehen. Rudelfremde verursachen Stress, da diese permanent die eigenen Grenzen übermarkieren bzw. überschreiten; kaum ist eine Grenze gesetzt, muss sie auch schon wieder erneuert werden.

 

Sexualinstinkt: Er dient der Weitergabe eigener Gene. Hunden geht es nicht pauschal um die Erhaltung ihrer Art, sondern ausschließlich um das eigene Rudel. Innerhalb des Rudels steht die Sexualität in engem Zusammenhang mit dem sozialen Status eines Tieres: Es ist in der Regel das Privileg des ranghöchsten Paares, sich fortzupflanzen. Da die anderen Rudelmitglieder für die effektive Aufzucht der Welpen benötigt werden, ist es nicht sinnvoll, dass sie eigene haben. Somit liegt es auch nicht im Interesse eines Rudels oder Hundes, die Nachkommen rudelfremder Hunde zu pflegen oder die Nahrung mit ihnen zu teilen; den viel zitierten „Welpenschutz“ gibt es also nicht.

Während Hunde jedoch in freier Natur die Möglichkeit besitzen, ihr Rudel zu verlassen, um eine eigene Familie zu gründen, wird ihnen diese Möglichkeit von uns Menschen verwehrt: betroffene Hunde werden eingeschlossen, weggesperrt. Es bleibt die Frage, wie sie sich dabei fühlen.

 

 

Fazit:

Die natürlichen Instinkte/Bedürfnisse des Hundes stehen also prinzipiell im Konflikt mit der menschlichen Lebensweise und insbesondere mit den Anforderungen unserer modernen Gesellschaft gegenüber Hundebesitzern, denn es wird – verständlicherweise – nicht akzeptiert,

dass Hunde andere Menschen und/oder die Hunde anderer Menschen angreifen

dass Hunde selbständig jagen und dabei Wild verletzen bzw. es töten

dass Hunde Fahrradfahrer, Jogger usw. jagen oder verjagen

usw.

 

Nicht selten sehen sich Hundebesitzer dadurch genötigt, im Umgang mit ihrem Hund zu Maßnahmen und Mitteln zu greifen, die sie eigentlich gar nicht anwenden möchten, es aber dennoch tun, weil sie glauben, keine andere Wahl zu haben. Permanentes Schimpfen ist an der Tagesordnung und belastet die Beziehung.

 

TEAM.H. Mensch & Hund zeigt Ihnen andere, für Mensch und Hund sinnvolle Möglichkeiten auf, wie Sie innerhalb dieser gesellschaftlichen Rahmenbedingungen entspannt mit Ihrem Hund leben und dabei Spaß haben können.

Mit diesen 4 Instinkten, dem Erbe des gemeinsamen Stammvaters, des Wolfs, wird nach wie vor jeder Hund gebo-ren; daran haben auch Domestikation und züchterische Einwirkungen nichts geändert. Je nach Rasse und Funktion des Hundes sind die einzelnen Instinkte unterschiedlich verteilt und ausgeprägt.

 

 

Die einzelnen Instinkte können nicht getrennt voneinander betrachtet werden – sie bilden eine Einheit und beein-flussen einander.

 

 

Aus diesen 4 Instinkten ergeben sich auch die natürlichen Grundbedürfnisse des Hundes. Ignoriert, unterdrückt oder bekämpft man diese Bedürfnisse, so missachtet man die Natur des Hundes; nicht erfüllte Grundbedürfnisse führen auf Dauer zu Frust und in Folge zu Aggressionen oder Krankheiten.

gemeinsam
Nahrung suchen
...und finden
..schnell apportieren,
in Sicherheit bringen
und Beute teilen