natürlich: Jeder Hund wird mit einer rassespezifisch unterschiedlich ausgeprägten
Instinktveran-lagung geboren. Diese natürlichen Instinkte können sinnvoll und effektiv
für seine erfolgreiche Er-ziehung genutzt werden – der Hund darf Hund bleiben. Erhebt
man den Anspruch auf natürliche und artgerechte Erziehung, so ist man gefordert,
sich mit diesen Instinkten und den sich daraus ergebenden Grundbedürfnissen des Hundes
auseinanderzusetzen. Ignoriert man diese, so ignoriert man das Wesen des Hundes.
beziehungsorientiert: Hunde sind sozial hoch entwickelte und in einem Rudel-, Familienverband
organisierte Individuen, die sich in ihrem Verhalten aufeinander beziehen, sich gegenseitig
beeinflussen und erziehen, voneinander lernen, gemeinsam kooperieren und sich dabei
über eine gemeinsame Sprache miteinander verständigen; Erziehung findet naturgemäß
immer auf der Grundlage von Beziehung und Interaktionen statt. Wer beziehungsorientiert
und somit erfolgreich erziehen und auf das Verhalten seines Hundes Einfluss nehmen
will, muss in der Lage sein, sich ihm verständlich zu machen; ansonsten wird aneinander
vorbei kommuniziert, Missverständnisse und Probleme sind vorprogrammiert.
(bio-) logisch: Hunde denken und lernen wesentlich nach der Logik der Natur, d.h.
sie lernen schnell, was für sie von Vorteil ist; von Vorteil ist naturgemäß alles,
was das eigene Überleben be-günstigt und somit einen natürlichen Sinn ergibt. Dieser
Sinn ist aus menschlicher Sichtweise nicht immer leicht zu erkennen, da der Mensch
in erster Linie durch seine kulturelle Brille sieht, handelt und (be-)urteilt; umgekehrt
ergibt menschliches Verhalten oft keinen Sinn für den Hund. Verhält sich der Mensch
jedoch nicht nur aus menschlicher, sondern auch aus Hundeperspektive logisch, da
nachvollziehbar und verstehbar, so ist es für den Hund ganz einfach und natürlich
(da nur „folge“- richtig), seinem Menschen tatsächlich auch zu folgen – körperlich
und geistig.